Brushpens Guide: Handlettering & Kalligrafie für Anfänger
Du möchtest Schönschreiben mit Brushpens lernen? In diesem Guide findest du die besten Tipps zu Brush Pens und Papier, sowie einfache Übungen. Perfekt für Anfänger
Brushpens sind ein beliebtes Werkzeug für Kalligrafie und Handlettering, da sie schnell und einfach benutzbar sind und im Vergleich zu traditionellen Schreibwerkzeugen wie Füller, Feder, Tusche und Tinte, wesentlich weniger Aufwand und Chaos verursachen. Mit dem richtigen Brushpen und ein paar einfachen Übungen kannst auch du lernen, wunderschöne Grußkarten und Briefe zu zaubern.
Ein Brushpen funktioniert im Grunde ähnlich wie ein Pinsel oder eine in der Kalligrafie häufig verwendete Spitzfeder: durch die Ausübung von mehr oder weniger Druck beim Schreiben kann die Liniendicke beeinflusst werden. Es gibt Stifte in verschiedenen Härten, Farben und Dicken, die du je nach gewollter Größe und Art der Schrift, aber auch nach persönlicher Präferenz wählen kannst. Empfehlenswert sind diese Stifte außerdem für Linkshänderinnen und Linkshänder, die sich in Kalligrafie versuchen möchten, aber Schwierigkeiten mit Füllfedern und verwischender Tinte haben.
Bei uns im Laden (Ursulinerstraße 13 in Aachen) findest du viele verschiedene Brushpens. Wir stellen heute eine Auswahl davon vor:
Der Pentel Brush Sign Pen zeichnet sich durch seine recht weiche aber trotzdem feine Pinselspitze aus, die sowohl für präzises als auch größeres Arbeiten mit hohen Strichstärkenkontrasten verwendet werden kann. Er ist ein guter Allrounder, sowohl für Einsteigende als auch für Profis. Er ist erhältlich in vielen Farben und auch Sets.
Der Fudenosuke Brush Pen ist sowohl mit harter als auch mit weicher Spitze erhältlich. Die hier verwendete harte Variante eignet sich besonders für kontrolliertes, präzises und feineres Arbeiten und auch für kleinere Schriften. Er ist in einer kleinen Farbauswahl erhältlich.
Der Faber-Castell Pitt Artist Pen Brush (B) hat im Vergleich zu den anderen beiden eine sehr weiche und flexible Spitze und eignet sich daher eher für größeres oder breiteres Lettering. Er ist vorhanden in einer sehr umfangreichen Farbauswahl oder in Sets.
Beim Lettering solltest du außerdem auf das richtige Papier achten. Am besten benutzt du Papiere, die etwas glatter sind, weil die Tusche sonst in die Fasern einziehen und ausfransen und die Pinselspitze schneller abnutzen kann. Zum Üben kannst du auch Hefte oder Notizbücher benutzen, die eine Lineatur besitzen, oder unsere Linienvorlagen auf dickerem Druckerpapier ausdrucken. Die Grammatur sollte am besten bei 100 g/qm oder höher liegen, damit die Stifte nicht durchdrücken. Wir verwenden hier das Canson Mixed Media Imagine Papier mit 200 g/qm.
Übungen
Gut ausbalancierte Buchstaben zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Aufstriche (Linien, die im Schreibfluss von unten nach oben gezogen werden) dünn, und ihre Abstriche (Linien, die von oben nach unten gezogen werden), dick sind. Dieses Prinzip kann selbst bei Druckschriften beobachtet werden.
Brushlettering basiert darauf, dass du dir einen Schreibrhythmus angewöhnst, indem du den Druck bei Auf- und Abstrichen variierst und damit einen Strichstärkenkontrast erzielst. Sei dabei nicht zu vorsichtig mit dem Druck, die Stifte sind so konzipiert, dass die Spitze viel aushält.
01) Auf und Ab: Übe den Rhythmus mit Linien, Schlangenlinien und Schlaufen.
02) Schreiben:
Du kannst den Strichstärkenkontrast mit deiner eigenen Handschrift üben. Schreibe dabei nicht zu klein und nimm dir ruhig ein Linienblatt zur Hilfe oder zeichne dir Hilfslinien auf.
Für eine Kursive Schrift kannst du auch diagonale Linien hinzufügen und mit verschiedenen Winkeln experimentieren.
Probiere verschiedene Schriften aus. Deine Handschrift, Blockschrift, Schulschreibschrift. Viel der modernen Kalligrafie basiert auf englischer Schreibschrift (Copperplate).
03) Verspieltes Lettering:
Für einen verspielteren Look kannst du ausprobieren, mal unter oder über der Grundlinie zu schreiben. Du kannst deine Buchstaben mit Schnörkeln verzieren.
Probiere eine langgezogene Blockschrift oder eine Schreibschrift mit großen Abständen aus.
04) Üben!
Sei nicht demotiviert, wenn es nicht sofort klappt. Am besten übst du einfach seitenweise Schlangenlinien, Schnörkel, Buchstaben und Wörter, damit sich der Duktus in deinem Muskelgedächtnis einprägt. Schaue dir verschiedene (Schreib-)Schriftarten an, die dir gefallen, und versuche, ihre besonderen Merkmale zu übernehmen. Schreibe Songtexte, Gedichte, Zitate und alles, was dir sonst noch einfällt, ab. Mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen.
Neugierig geworden? Komm vorbei!
In unserem Laden in der Ursulinerstraße 13 in Aachen beraten wir dich gerne.
